Als ich heute zum Frühstück in den Lokalteil der PAZ für Peine schaute, durfte ich wieder einmal Merkwürdiges lesen. Da macht doch der Kommunalpolitiker Gerhard Bietz, Mitglied der CDU und des Rates der Stadt Peine, allen Ernstes den Vorschlag, die Stadt Peine solle doch die im Stadtgebiet vorhandenen Laternen an werbewillige Firmen vermieten, um so in Zeiten leerer Kassen das Stadtsäckel aufzufüllen. Beispielsweise sei es ja auch möglich, so Bietz, die vermuteten Mehreinnahmen von 300? je Laterne für soziale Zwecke zu verwenden.
Derartiges habe ich bereits in Teltow gesehen. Gibt es bestimmt auch in vielen anderen Städten.
Um es mal vorweg zu nehmen: So übel ist die Idee nicht. Mehreinnahmen bei minimaler Aufwendung ist kaufmännisch eigentlich immer etwas sinnvolles.
Im gegensatz zum Peiner ist meine Welt nicht nur schwarz und weiss. Da gibt es auch einige Abstufungen, auch bei der Positionierung der Werbung.
Derartiges in Fußgängerzone, in Parks oder gar auf dem Marktplatz möchte ich auch nicht sehen. Das dürfte den meisten so gehen.
Dagegen würde es mich in der Woltorfer Straße oder auf der Vöhrumer Straße oder sogar der Südtangente eher weniger stören.
Fraglich allerdings ob man für diese Stellen auch Werbepartner finden würde.
Es gebe auch noch andere Stellen wo derartiges Sinnvoll anzubringen wäre: Autobahnabfahrt oder am Autohof. Schliesslich würde die Werbung doch in erster Linie Stadtfremde ansprechen (sofern es für lokale Geschäfte ist). Einem Peiner muß ich nicht mehr erklären was und wo Gillmeister ist und was der im Sortiment hat.
Zu der ganzen Sache gehört eine gehörige Portion Fingerspitzengefühl und auch das Rückrat bei einem Anbieter "Nein" zu sagen wenn dieser nicht zu der Stadt/den Bereich passt oder die Werbung zu aufdringlich ist.
Da war ich ja mal wieder ein wenig sprachlos. Als ob wir nicht schon genug von unaufgeforderter, unnützer und aufdringlicher Werbung belästigt werden?
Wohl kaum. In Zeiten personalisierter Werbung kann man da sehr gut steuern was man sehen möchte und was nicht. Mein größtes Ärgernis ist der allsamstägliche "Service der deutschen Post" der schnell im Kamin(Winter) oder in der Papiertonne(Sommer) liegt.
Klar, wenn man sich tagaus tagein von RTL & Co berieseln lässt, seine Adresse und Telefonnummer durch die Gegend schmeisst, dem könnte es irgendwann zu viel werden. Aber da kann ich nur sagen: Selber schuld.
Die werbetreibende Industrie arbeitet auch gewinnorientiert. Werbung die an der Zielgruppe vorbei geht, ist nicht deren Ziel und Verschwendung von Mitteln.
Sorry aber deine Aussage entspricht nicht meinen Erfahrungen.
Dazu kommt, das auf Grund der gut überarbeiteten Verbraucherschutzgesetzte sich vieles zum besseren gewandelt hat. Zumindest für Privatpersonen.
Herr Bietz....Laternenwerbung und Laternenspam in Peine braucht kein Mensch!
Könntest Du in Zukunft bitte nur von dir sprechen und mich da raus lassen?
Oder werden die bereits vorhanden Einnahmen aus bestehenden Städtereklameverträgen auch schon in voller Höhe für soziale Zwecke eingesetzt?
Zukünftige, neue Einnahmen können also nicht für soziale Zwecke eingesetzt werden weil das in der Vergangenheit auch nicht passiert ist?
Ich kann der Argumentation nicht so ganz folgen.
sollten Sie und ihre Partei sich besser den wichtigen Themen in Peine zuwenden.
Zum Beispiel?
Auch im Peineblog scheint es ein Sommerloch zu geben...